Unsere 15 über 130 Jahre alten Linden am Markt sind das Herz unserer historischen Altstadt in Arnstadt. Sie sind nicht nur Teil des denkmalgeschützten Marktplatz-Ensembles – sie sind selbst ein lebendiges Denkmal. Mit ihrer Fällung würde der gewachsene Charakter unseres Zentrums unwiderruflich zerstört.
Die neuesten Entwicklungen zum Schutz unserer historischen Marktlinden
3 Gründe, warum die Linden bleiben müssen: Die geplanten Fällungen missachten den Denkmalschutz, ignorieren ökologische Fakten und verschärfen die Folgen des Klimawandels.
Die 130 Jahre alten Linden sind ein prägender Teil des denkmalgeschützten Marktplatz-Ensembles. Ihre Fällung würde den historischen Charakter unwiderruflich zerstören. Arnstadt erhielt 1992/94 die Goldplakette für behutsame Stadterneuerung – das Gegenteil einer Radikalsanierung.
Alle Baumgutachten (zuletzt 25.8.2025) bestätigen: Die Bäume sind altersgerecht vital und standsicher. Die historische Baumreihe stellt eine geschützte Baumreihe i.S.d. § 29 BNatSchG dar. Das Einvernehmen der Unteren Naturschutzbehörde nach § 7 ThürNatG fehlt.
Die Linden sind die natürliche Klimaanlage der Altstadt. Um die Umweltleistung einer einzigen 130-jährigen Linde zu ersetzen, müsste man ca. 400–600 junge Bäume pflanzen. Neupflanzungen brauchen 30–50 Jahre für vergleichbare Kühlleistung.
Die städtische Wärmeversorgungsplanung weist die historische Altstadt gerade nicht als geeignetes Vorranggebiet für Fernwärme aus. Der notwendige Anschlussgrad von ca. 70 % ist nicht gesichert. Die Hausanschlüsse in historischen Mauerwerken verursachen erhebliche Kosten. Die hohen Vorlauftemperaturen im Altbau schaden zudem den Wurzeln von Neupflanzungen. Fernwärme kommt vorliegend auch nicht aus erneuerbaren Quellen.
Gotha zeigt, was passiert, wenn alte Bäume weichen müssen. Weimar zeigt, wie eine baumerhaltende Sanierung gelingt.
In Gotha wurden die Marktbäume gefällt und durch Neupflanzungen mit Wurzelkammersystemen ersetzt. Ergebnis: Die Neupflanzungen mussten 2025 bereits wieder herausgerissen und ersetzt werden. Der baumlose Hauptmarkt braucht nun künstliche „Schattenspender" – transportierbare Stadtmöbel mit einklappbarem Dach.
Wurzelkammersysteme haben laut Hersteller eine Lebensdauer von nur ca. 50 Jahren – keine nachhaltige Lösung.
In Weimar wurde die Schillerstraße grundhaft saniert – Leitungen erneuert, Pflaster neu verlegt – und dabei alle Altbäume erhalten. Die Bäume wurden während der Bauarbeiten geschützt und stehen heute weiterhin als prägende Elemente des Straßenbildes.
Beweis: Baumerhaltende Sanierung ist technisch machbar und wird andernorts praktiziert.
Diese KI-generierte Darstellung zeigt, was dem Arnstädter Marktplatz droht: 130 Jahre Geschichte, unwiderruflich zerstört an einem einzigen Tag.
Baumschutz und Leitungserneuerung schließen sich nicht aus. Mit fachgerechtem Schutz der Wurzelbereiche gelingt Sanierung und Baumerhalt.
Für den Erhalt unserer Bäume, den Schutz unseres Denkmals und transparente Stadtplanung.
Der Kampf um unsere Linden – Ein Logbuch des Bürgerengagements
Die IG Schattenspender veröffentlicht eine Presse-Info und appelliert an die Sachlichkeit. Konstruktive Lösungsvorschläge liegen vor, die IG steht für Gespräche bereit. Die vom OVG kritisch betrachteten Punkte gilt es gemeinsam zu optimieren.
Richtigstellung zum TA-Artikel „Rechtsstreit um Linden verzögert Sanierung und kostet Millionen". Die IG stellt klar: Nicht die Klage gefährdet die EFRE-Millionen, sondern die Weigerung der Stadt, eine rechtssichere Planungsvariante vorzulegen.
Die betroffenen Bürger reichen die Hauptklage beim Verwaltungsgericht Weimar ein. Das Hauptverfahren läuft. Die Fällung der Bäume ist bis zur gerichtlichen Klärung gestoppt.
Die IG Schattenspender übermittelt der Stadt schriftlich baumerhaltende Lösungen sowie Vorschläge für einen zügigen Fördermittelabfluss (z.B. Vorziehen des zweiten Bauabschnitts). Die Stadt bricht den Dialog daraufhin ohne Rückmeldung ab.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Weimar bestätigt im Eilbeschluss das Klagerecht der Bürger unmissverständlich. Bewohner des Flächendenkmals haben ein subjektives Recht auf Schutz ihres Wohnumfeldes. Der Erhalt von Altbäumen als Hitzeschutz ist staatliche Vorsorgepflicht und ausreichende Gründe insbesondere des Denkmalschutzes für den Verweis ins Hauptsacheverfahren wurden vorgetragen.
Die Stadt Arnstadt will die Fällung der Linden umsetzen. Per Eilantrag beim VG Meiningen wird die Fällung zunächst gestoppt.
Der Stadtrat fasst mehrheitlich den Beschluss zur Marktplatzsanierung.
Die Stadt informiert über die Entwurfsplanung. Varianten werden nicht diskutiert, Pläne werden nicht ausgelegt.
Die durch die IG Schattenspender initiierte Fachdiskussion in der Bachkirche findet zahlreiche Zuhörer und große Beachtung in der Presse.
Sebastian Sauer startet eine Online-Petition zum Schutz der Marktlinden und des Marktplatzes. Fast 2.000 Unterschriften werden gesammelt.
Übergabe der EU-Fördermittel ohne Einladung von Bürgern oder Stadtrat. Gleichzeitig verteilt die IG Schattenspender ein Papier mit Standpunkten und Forderungskatalog. BIT-Bürgerinitiative erhält verzögert Akteneinsicht gegen Höchstgebühr von 500 €.
Das jüngste Baumgutachten bestätigt erneut: Die Bestandsbäume sind „altersgerecht vital" und standsicher.
Die Bürgerinitiative Transparenz fordert Einsicht in relevante Akten.
Auch im neuen Jahr bleiben Anfragen der Bürger an den Stadtrat unbeantwortet. Auf keiner Bauausschuss- oder Stadtratssitzung steht das Thema „Marktplatz".
Die Stadt organisiert eine Begehung der Bäume mit interessierten Bürgern.
Bürger schließen sich zur Interessengemeinschaft Schattenspender zum Baumschutz zusammen.
Bürger beauftragen ein unabhängiges Gutachten zur Vitalität der Bäume. Ergebnis: altersgerecht vital und standsicher.
Die Stadt informiert die Bürger über die geplante Marktplatzsanierung.
Ein zweites städtisches Gutachten wird in Auftrag gegeben.
Die Stadt Arnstadt lässt ein erstes Gutachten zu den Marktlinden erstellen.
Dein Engagement ist entscheidend für unseren historischen Marktplatz. Sage der Stadt per Mail an rathaus@arnstadt.de, was Du davon hältst, die Linden auf unserem Marktplatz fällen zu lassen, nimm Kontakt zu uns auf und unterstütze den Rechtsweg!
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